Wenn Sie an Resozialisierung denken, was kommt Ihnen als Erstes in den Kopf? Häufig wird der Begriff zunächst mit dem Strafvollzug verbunden: Mit Menschen, die nach einer Straftat den Weg zurück in die Gesellschaft finden sollen. Dabei reicht der Begriff weit über den strafrechtlichen Bereich hinaus. Auch Menschen, die durch Sucht, Wohnungslosigkeit oder soziale Isolation Anschluss verloren haben, stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Im Kern geht es darum, wieder Teil eines sozialen Gefüges zu werden. Dazu gehören stabile Beziehungen, eine Perspektive und die Fähigkeit, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Als sozialer Verein der Straffälligenhilfe möchten wir in diesem Beitrag die Bedeutung gelingender Resozialisierung sowie die damit verbundenen Herausforderungen in den Blick nehmen und zugleich verdeutlichen, warum sie ein zentraler Baustein für den Schutz der Gesellschaft ist. Denn Straffälligkeit entsteht nur selten isoliert. Eine Tat wie ein Überfall ist meist nicht spontan, sondern das Ergebnis längerfristiger Entwicklungen, etwa finanzieller Unsicherheit, fehlender Bildungs- und Arbeitschancen oder Defiziten in der Impulskontrolle. Resozialisierung setzt genau an diesen Hintergründen an, indem sie nicht nur das Geschehene betrachtet, sondern nach den Ursachen fragt und darauf abzielt, nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen, um erneute Straffälligkeit zu verhindern.

Mehr als reine Strafe

Reine Bestrafung greift zu kurz. Zwar signalisiert sie gesellschaftliche Grenzen, doch ohne begleitende Maßnahmen bleibt ihre Wirkung oft oberflächlich. Menschen kommen aus der Haft häufig in einer schlechteren Situation zurück: ohne Wohnung, ohne Job, mit Schulden und geschwächten sozialen Kontakten. Gleichzeitig können sich in Haft neue, teilweise problematische Dynamiken entwickeln.

Ohne Unterstützung steigt unter diesen Bedingungen die Rückfallwahrscheinlichkeit deutlich. Wer keine Alternativen kennt oder keine Ressourcen hat, greift eher auf frühere, vermeintlich „funktionierende“ Strategien zurück. Resozialisierung versucht, genau diesen Kreislauf zu durchbrechen, indem sie an Ursachen arbeitet und neue Handlungsmöglichkeiten schafft.

 Wie Resozialisierung konkret wirkt

Resozialisierung ist dabei ein vielschichtiger Prozess. Auf der einen Seite stehen grundlegende Faktoren wie Wohnraum, Arbeit und finanzielle Stabilität. Ohne diese Basis ist ein Neuanfang kaum möglich. Auf der anderen Seite geht es um persönliche Entwicklung: die Fähigkeit zur Selbstreflexion, zur Impulskontrolle und zum Perspektivwechsel, z.B. den Blick darauf gerichtet, welche Folgen das eigene Handeln für das Opfer oder die eigene Familie hat.

Diese Arbeit erfolgt in der Regel auf Augenhöhe. Es geht nicht darum, Menschen „umzuerziehen“, sondern gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die zu ihrer Lebensrealität passen. Das kann bedeuten, Schulden zu regulieren, Bewerbungen zu schreiben, therapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen oder den eigenen Umgang mit Konflikten grundlegend zu verändern.

Ein weiterer entscheidender Faktor für die gelingende Resozialisierung ist die Haltung der Gesellschaft selbst. Resozialisierung kann nur gelingen, wenn Menschen nach einer Straftat nicht dauerhaft stigmatisiert werden. Wer keine Wohnung findet, keinen Job bekommt und im Alltag auf Ablehnung stößt, hat kaum eine Chance, sich zu stabilisieren. Der Wunsch nach Zugehörigkeit ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Wird es dauerhaft enttäuscht, entstehen neue Spannungen und im schlimmsten Fall auch neue Straftaten.

Damit wird deutlich, dass Resozialisierung nicht allein Aufgabe von Justiz und Sozialarbeit ist. Sie ist auch eine gesellschaftliche Frage: Wie gehen wir mit Menschen um, die Fehler gemacht haben? Sehen wir in ihnen dauerhaft eine Bedrohung oder erkennen wir die Möglichkeit zur Veränderung an und können zweite Chancen geben?

Grenzen im System

Trotz ihrer zentralen Bedeutung stößt Resozialisierung in der Praxis häufig an strukturelle Grenzen. Sie ist gesetzlich als Ziel des Strafvollzugs verankert, ihre Umsetzung hängt jedoch stark von den vorhandenen personellen, zeitlichen und fachlichen Ressourcen ab. In vielen Justizvollzugsanstalten stehen Sozialdienste unter einem hohen Arbeitsdruck und müssen eine Vielzahl komplexer Aufgaben bewältigen. Dadurch liegt der Schwerpunkt in der Praxis oft zunächst auf existenziellen Fragen der Entlassungsvorbereitung, etwa Wohnraum, Arbeit, Sicherung des Lebensunterhalts und Klärung administrativer Angelegenheiten.

Für weitergehende Prozesse, etwa persönliche Entwicklung, Stärkung sozialer Kompetenzen oder die vertiefte Auseinandersetzung mit der eigenen Tat, bleiben im Vollzugsalltag häufig nur begrenzte Spielräume. Diese Aufgaben können deshalb oft nur in Kooperation mit spezialisierten externen Trägern wie Treffpunkt e. V. umgesetzt oder ergänzt werden. Das ist weniger Ausdruck fehlender fachlicher Haltung als vielmehr Folge begrenzter Ressourcen und hoher struktureller Anforderungen.

Auch außerhalb der Haft ist Unterstützung nicht überall gleichermaßen verfügbar. In manchen Regionen bestehen gut ausgebaute Angebote der Straffälligenhilfe, in anderen fehlen entsprechende Strukturen oder sie sind nur eingeschränkt erreichbar. Dadurch hängen die Chancen auf einen gelingenden Neuanfang weiterhin stark vom Wohnort und von der regionalen Angebotslandschaft ab.

Prävention: Mehr Kosten als Nutzen?

Ein zentrales Dilemma bleibt, dass der Erfolg von Resozialisierung und dazugehöriger Präventionsarbeit schwer nachweisbar ist. Wenn jemand nicht rückfällig wird, lässt sich kaum eindeutig belegen, welche Maßnahme dafür ausschlaggebend war. Prävention funktioniert unsichtbar: Sie zeigt sich darin, dass etwas nicht passiert. Gerade deshalb wird sie politisch und finanziell häufig unterschätzt und weniger finanziert.

Zweite Chancen zum Schutz der Gesellschaft

Resozialisierung ist kein „weiches“ Gegenmodell zur Strafe, sondern eine notwendige Ergänzung, wenn Sicherheit langfristig gewährleistet werden soll. Eine Gesellschaft, die ausschließlich auf Abschreckung setzt, verschiebt Probleme und löst sie nicht. Erst wenn Menschen nach einer Straftat echte Perspektiven erhalten, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie erneut straffällig werden.

Dafür braucht es funktionierende Strukturen, ausreichende Finanzierung und vor allem ein Umdenken weg von reiner Sanktion und hin zu nachhaltiger Prävention. Resozialisierung bedeutet, in die Zeit nach der Tat zu investieren, also genau in den Moment, in dem sich entscheidet, ob sich Fehlverhalten verfestigt oder Veränderung möglich wird.

 

 

Anlässlich unseres 35. Jubiläums öffnen wir am 19. Juni 2026 unsere Türen und laden zum Tag der offenen Tür ein.

Was 1991 mit der Beratung für Angehörige von Inhaftierten begann, hat sich über die Jahrzehnte stetig weiterentwickelt: Heute ist Treffpunkt e.V. eine etablierte und bekannte Anlaufstelle in der Region für Straffälligenhilfe, Täter- und Opferarbeit sowie Familienberatung.

Dieses Jubiläum möchten wir gemeinsam mit Ihnen feiern. Ab 10:00 Uhr öffnen wir unsere Türen und geben spannende Einblicke in die verschiedenen Bereiche unseres Vereins. Der Tag ist bewusst als offener Begegnungsraum gestaltet: Besucherinnen und Besucher können jederzeit vorbeikommen, sich umsehen, Fragen stellen und mit unseren Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch kommen.

Was Sie erwartet

11:00 Uhr Lesung: „Das Leben nach der Straftat eines Kindes: Im Schatten der Schuld“

Autorin Claudia Terporten liest aus ihrem Buch und gibt bewegende Einblicke in die Auswirkungen von Inhaftierung auf Familien.

 

12:00 Uhr Offizielle Begrüßung durch einen Vertreter der Stadt Nürnberg sowie den geschäftsführenden Vorständen von Treffpunkt e.V.

 

13:00 Uhr Lesung: „Das Leben nach der Straftat eines Kindes: Im Schatten der Schuld“

Autorin Claudia Terporten liest aus ihrem Buch und gibt bewegende Einblicke in die Auswirkungen von Inhaftierung auf Familien.

 

Ganztägig zugänglich Passgenau statt pauschal: Wie Vermittlung wirklich funktioniert

Unsere Fachstelle zur Vermittlung gemeinnütziger Arbeit zeigt Ihnen, wie herausfordernd es ist, für jede Person die passende Einsatzstelle zu finden.

 

Ganztägig wiederkehrend Selbst erleben statt nur zuhören

Lernen Sie unsere sozialen Trainingskurse für Erwachsene kennen und probieren Sie selbst eine kurze Übung aus. Neugier genügt!

 

Ganztägig zugänglich 25 Jahre Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendbereich

Seit einem Vierteljahrhundert begleiten wir junge Menschen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth sowie regionaler Jugendämter. Erfahren Sie, wie Verständigung gelingen kann und Konflikte neue Wege eröffnen.

 

Ganztägig zugänglich Unterstützung, die trägt

Die psychosoziale Prozessbegleitung steht seit 2016 an der Seite von Betroffenen in schwierigen Verfahren. Kommen Sie mit uns ins Gespräch und lernen Sie dieses wichtige Angebot kennen.

 

Ganztägig wiederkehrend Perspektivwechsel: Leiten Sie selbst einen Trainingskurs

Schlüpfen Sie in die Rolle einer Kursleitung eines sozialen Trainings. Treffen Sie Entscheidungen, stellen Sie Regeln auf und erleben Sie Gruppendynamik aus erster Hand. Eine Erfahrung, die neue Einblicke schafft.

 

Ganztägig zugänglich Neue Chancen schaffen: Gerichtliche Arbeitsweisungen erleben

Seit 25 Jahren begleiten wir junge Menschen dabei, Verantwortung zu übernehmen. Mit unseren Projekten TEA und Tu was! zeigen wir, wie Perspektiven entstehen. Drehen Sie selbst am „Glücksrad“ und schlüpfen Sie in die Rolle eines Arbeitsstündlers!

 

Ganztägig zugänglich Stimmen, die gehört werden müssen

Vor 35 Jahren startete Treffpunkt e.V. mit der Beratungsstelle für Angehörige von Inhaftierten (BAI). Am Jubiläum macht die BAI gemeinsam mit dem Netzwerk Kinder von Inhaftierten ihre Arbeit sichtbar und hörbar mit bewegenden Einblicken.

 

Ganztägig zugänglich Was bedeutet Familie? Kinder geben Antworten.

Unser Familienbereich beschäftigt sich mit der Frage: Was bedeutet Familie? Sowohl Kinder unserer MUT-Gruppe als auch Kinder, deren Elternteil in Haft sind, haben ihre Gedanken geteilt. Teilen auch Sie Ihre Perspektive!

 

Wir freuen uns sehr darauf, viele interessierte Gäste begrüßen zu dürfen!

Veranstaltungsinformationen:

  • Datum: 19.06.2026

  • Uhrzeit: 10:00 - 15:00 Uhr

  • Ort: Nürnberg | Fürther Straße 212

  • Kosten: kostenfrei

  • Veranstalter: Treffpunkt e.V.

Im Rahmen der Weihnachtsaktion der Baker Tilly Stiftung werden jedes Jahr sechs Projekte vom Beirat für eine Förderung ausgewählt. Auf Initiative des Beiratsmitglieds Alexandra Dittus wurde in diesem Jahr der Treffpunkt e.V. berücksichtigt. Die Stiftung sichert uns damit eine einmalige Unterstützung in Höhe von 3.000 Euro zu.

Frau Dittus wurde über eine Broschüre der Stadt Nürnberg auf uns aufmerksam und schlug uns daraufhin für die Förderung vor. Darüber freuen wir uns sehr, denn es zeigt, wie wichtig und sichtbar unsere Arbeit für Familien in Nürnberg ist.

Die Unterstützung kommt unserer Familienarbeit zugute und stärkt insbesondere Angebote für Kinder und Eltern in prekären Lebenslagen. Sie ermöglicht es uns, bestehende Angebote zu sichern und weiterzuentwickeln, zusätzliche Impulse zu setzen und Familien verlässlich zu begleiten.

Wir bedanken uns herzlich bei der Baker Tilly Stiftung und bei Frau Dittus für das Vertrauen in unsere Arbeit und die wertvolle Förderung.

Unser Geschäftsführer Michal Nitsch war kürzlich zu Gast im Podcast FrankenCrimes. In der von Studierenden der Hochschule Ansbach produzierten Sendung sprach er über ein Thema, das uns als Treffpunkt e.V. besonders am Herzen liegt: den Umgang mit straffälligen Jugendlichen.

Aufhänger der Podcastfolge ist ein Doppelmord, der von Heranwachsenden begangen wurde. Solche schweren Gewalttaten erschüttern und werfen viele Fragen auf. Gleichzeitig ist es uns wichtig zu betonen: Straftaten dieser Art sind extrem selten. Straffällige Jugendliche begehen in der Regel Delikte wie Diebstahl, Sachbeschädigung, Körperverletzung oder Verstöße im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Eine differenzierte Betrachtung ist daher unerlässlich, um nicht von Einzelfällen auf eine gesamte Altersgruppe zu schließen.

Im Gespräch brachte Michal Nitsch die Perspektive von Treffpunkt e.V. ein; als einen fachlichen Beitrag unter mehreren Blickwinkeln, die im Podcast beleuchtet werden. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie wir jungen Menschen begegnen können, die Grenzen überschritten haben.

Deutlich wurde unsere klare Haltung: Wir stellen das Verhalten in Frage, niemals jedoch den Jugendlichen als Person. Straffälliges Verhalten braucht Konsequenzen und Auseinandersetzung. Gleichzeitig brauchen junge Menschen Perspektiven, verlässliche Beziehungen und die echte Chance auf Veränderung. Genau hier setzt unsere Arbeit an: Wir geben Halt, stärken Eigenverantwortung und schaffen Räume, in denen Entwicklung möglich ist.

Der Podcast bot die Gelegenheit, unsere Sichtweise darzustellen und Einblicke in unsere tägliche Praxis zu geben. Denn hinter jeder Tat steht ein junger Mensch mit einer eigenen Geschichte und mit dem Potenzial, neue Wege zu gehen.

Wir bedanken uns herzlich bei dem Team von FrankenCrimes für die Einladung und das wertschätzende Gespräch.

Den gesamten Podcast und weitere spannende Episoden können Sie hier hören: https://open.spotify.com/episode/0VPQsk5rwP59j4ZABz35FB

Heike Christian ist heute eine langjährige Kollegin des Treffpunkt e.V. Doch ihr Einstieg in den Treffpunkt e.V. begann nicht als Mitarbeiterin, sondern als junge Mutter, die Unterstützung suchte. Ihr Kind war klein, eine Ausbildung schien schwer vereinbar, und die Angebote des Jobcenters passten selten zu ihrer Lebensrealität. Über MUT, ein Angebot für junge Mütter, fand sie zunächst Orientierung und die Möglichkeit, ihre nächsten Schritte zu sortieren.

Mit Struktur und Rückhalt zur Ausbildung

Während ihrer Zeit bei MUT lernte sie eine Kollegin des Treffpunkt e.V. kennen, die sie ermutigte, sich hier für eine Ausbildung zu bewerben. Dieser Zuspruch eröffnete ihr die Chance auf eine Teilzeitausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation, die sie 2011 startete. Die Ausbildung war gefördert, um jungen Müttern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Berufsqualifizierung zu ermöglichen. Mit 30 Wochenstunden, zusätzlichem Förderunterricht und klaren Rahmenbedingungen konnte sie so eine Struktur aufbauen, die für ihre Lebenssituation passte.

Die Jahre ihrer Teilzeitausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation waren herausfordernd. Zwischen Kinderbetreuung, Ämtern, Ausbildungsinhalten und finanziellen Fragen brauchte es viel Kraft. Unterstützung fand sie vor allem im Treffpunkt e.V. selbst: Kolleginnen begleiteten sie zu Gesprächen im Kindergarten, zur Grundschule und sogar zum Jobcenter. Diese Begleitung gab ihr Rückhalt: nicht nur praktisch, sondern auch emotional. Aus der jungen Mutter wurde Schritt für Schritt eine selbstbewusste Frau, die ihre Rolle fand und annahm. „Ich bin reifer und erwachsener geworden. Ich habe hier gelernt, offener zu werden und Nein sagen zu können“, sagt sie rückblickend.

Persönliche Entwicklung und berufliche Perspektiven

Heute blickt sie auf einen Weg zurück, der von persönlicher und beruflicher Weiterentwicklung geprägt ist: Von der allgemeinen Verwaltungstätigkeit wechselte sie in Bereiche wie Finanzen und Personal: Aufgaben, die Verantwortung und Vertrauen erfordern. Diese Verantwortung spiegelt sich auch darin wieder, dass sie sich von der Auszubildenden zur Ausbilderin entwickelt hat. „Wenn ich heute zurückblicke und mir vor Augen führe, dass ich alles mit einem damals Kleinkind unter einen Hut gebracht habe, dann macht mich das schon stolz.“, erzählt Heike Christian zufrieden.

Für die Zukunft wünscht sie sich, persönlich weiterzuwachsen und gleichzeitig, dass der Treffpunkt e.V. so bleibt, wie sie ihn kennengelernt hat: ein Ort, an dem Menschen Unterstützung finden, ihren Weg zu gehen. Jungen Müttern, die heute in einer ähnlich schwierigen Situation stehen, gibt sie einen Rat aus eigener Erfahrung: „Lasst euch nicht unterkriegen! Und nehmt jede Hilfe an, die euch angeboten wird.“

Ihre Geschichte verdeutlicht, wie entscheidend verlässliche Strukturen, Ermutigung und passende Unterstützungsangebote für einen erfolgreichen beruflichen Einstieg sind, und zeigt zugleich, welche positive Entwicklung möglich wird, wenn diese Faktoren zusammenwirken: Aus einer ersten Orientierung bei MUT entsteht eine klare berufliche Perspektive; aus einer Klientin eine geschätzte Mitarbeiterin – ein Weg, der Mut macht.

Zum Ende des vergangenen Jahres war unsere Kollegin Aylin Seuferling erneut zu Gast in der Radiosendung „Strafzeit“ auf Radio Z. Thema der Sendung war eine Frage, die viele Familien bewegt: „Wie sage ich es den Kindern?“ 

Die Sendung „Strafzeit“ wird an jedem 5. Sonntag im Monat von 18:00 bis 20:00 Uhr ausgestrahlt. Neben bekannten Musik-Hits bietet sie die Möglichkeit, Grüße an Inhaftierte zu senden und so eine wichtige Verbindung nach draußen aufrechtzuerhalten.

Seit August letzten Jahres wird die Sendung zudem durch den Treffpunkt e.V. bereichert. Dadurch entsteht noch mehr Raum für Austausch, Unterstützung und Gespräche über Themen, die Inhaftierte und ihre Angehörigen besonders beschäftigen.

Die aktuelle Ausgabe zum Thema „Wie sage ich es den Kindern?“ ist online verfügbar: https://www.radio-z.net/der-treffpunkt-e-v-und-die-frage-wie-sage-ich-es-den-kindern-73823/

Die nächste Sendung „Strafzeit“ können Sie am 29. März 2026 live auf Radio Z hören.

Einschalten lohnt sich – für aktuelle Informationen, praktische Hilfen und stärkende Impulse.

Auch in diesem Jahr hat die Allianz mit ihrer besonderen Wunschbaumaktion vielen Kindern aus den Familien des Treffpunkt e.V. große Freude bereitet. Die Aktion, die von den Auszubildenden der Allianz organisiert und durchgeführt wird, ermöglicht es Kindern unserer Klient*innen, einen persönlichen Wunsch zu äußern, der von den Mitarbeitenden der Allianz erfüllt wird.

Vergangene Woche fand die feierliche Übergabe der Geschenke beim Treffpunkt e.V. statt. Zwei Stunden nahmen sich die Auszubildenden und ihre Ausbilderinnen Zeit, um mehr über unsere Arbeit zu erfahren, Fragen zu stellen und die Atmosphäre bei uns kennenzulernen. Mitgebracht hatten sie nahezu 45 liebevoll verpackte Geschenke. Zusätzlich überraschte und die Allianz mit einer Geldspende in Höhe von 185 Euro, die unsere Arbeit weiter unterstützt.

Ein Teil der gesammelten Geschenke geht an die Kinder unserer MUT-Gruppe, in der junge Mütter begleitet werden, die sich oftmals in schwierigen Lebenssituationen befinden: frühe Mutterschaft, geringe finanzielle Mittel, abgebrochene Schul- oder Ausbildungswege. Für viele von ihnen ist die Weihnachtszeit mit Unsicherheiten verbunden, manchmal auch ohne eigene schöne Familientraditionen. Umso wertvoller ist das gemeinsame Weihnachtsprogramm der MUT-Gruppe: Geschichten über weihnachtliche Bräuche, gemeinsames Plätzchenbacken und Basteln geben den jungen Müttern neue Impulse, wie sie mit ihren Kindern eine liebevolle Adventszeit gestalten können.

Durch die Geschenke der Wunschbaumaktion wird die MUT-Weihnachtsfeier zu einem besonderen Erlebnis. Im Namen aller Mütter und Kinder sagen wir: herzlichen Dank!

Der andere Teil der Geschenke geht an Kinder, die von der Inhaftierung eines Elternteils betroffen sind. Für sie ist Weihnachten oft eine Zeit, in der die Trennung besonders schmerzt. Viele dieser Kinder wünschten sich ein Kuscheltier: ein Zeichen dafür, wie sehr sie Trost und Nähe brauchen.

Ein berührendes Beispiel aus der vergangenen Woche zeigt, wie wichtig solche Gesten sind: In der Vater-Kind-Gruppe sprach ein fünfjähriger Junge mit seinem Vater über Weihnachten. Als er fragte, ob der Vater mitfeiern könne, musste dieser verneinen. Der Junge antwortete: „Sei nicht traurig, ich werde ganz fest an dich denken und dich im Herzen haben.“ Wie groß wird die Freude sein, wenn am Heiligabend zumindest ein Geschenk unter dem Baum liegt, das „von Papa“ kommt; ermöglicht durch die Mitarbeitenden der Allianz.

Wir danken der Allianz, ihren Auszubildenden und allen engagierten Mitarbeitenden herzlich für diese wunderbare Unterstützung und die vielen strahlenden Kinderaugen, die sie möglich gemacht haben. 

Seit 2005 steht die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Fachstellen für gemeinnützige Arbeit (AGV) für ein gemeinsames Ziel: Menschen eine zweite Chance zu geben.

Aus einer engagierten Initiative ist in zwanzig Jahren ein starkes Netzwerk entstanden – mit 21 Mitgliedern, klaren Qualitätsstandards und einer gemeinsamen Stimme für soziale Gerechtigkeit.

Auch wir sind Teil der AGV und gestalten dieses Netzwerk aktiv mit. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass gemeinnützige Arbeit und Geldverwaltung in Bayern auf einem hohen fachlichen und menschlichen Niveau stattfinden.

Das 20-jährige Jubiläum ist Anlass, zurückzublicken, Danke zu sagen und nach vorn zu schauen: auf neue Herausforderungen, neue Wege und eine Gesellschaft, die Verantwortung teilt.

Mehr über 20 Jahre AGV, ihre Geschichte und ihre Werte erfahren Sie hier: https://www.agv-bayern.org/interview-mit-agv-sprecherin/

25 Jahre Täter-Opfer-Ausgleich beim Treffpunkt e.V. – ein Anlass, um zurückzuschauen. Dieses bewährte Instrument der Justiz bringt Täter*innen und Opfer zusammen, um das Geschehene aufzuarbeiten, Wiedergutmachung zu ermöglichen und Konflikte respektvoll zu klären. Zum Jubiläum sprechen wir mit unserer Kollegin Michaela Franke, die seit 23 Jahren den Täter-Opfer-Ausgleich verantwortet, über persönliche Erfahrungen, Entwicklungen und die besondere Bedeutung dieser Arbeit.

Redaktion: Dieses Jahr feiert der Täter-Opfer-Ausgleich beim Treffpunkt e.V. sein 25-jähriges Bestehen. Was bedeutet dieses Jubiläum für dich persönlich?
Michaela Franke: Ich bin unglaublich dankbar, dass wir es geschafft haben, dieses Instrument der Justiz 25 Jahre lang anzubieten. Dabei freue ich mich besonders über die Fallzahlen – es dümpelt nicht einfach im einstelligen Bereich, sondern wir können respektable Zahlen vorweisen. Und es zeichnet sich sogar eine Erweiterung ab: Begonnen haben wir nur für die Stadt Nürnberg, inzwischen sind auch Schwabach und der Landkreis Roth dazugekommen. Dass dieses Angebot nicht einschläft, sondern wächst, macht mich sehr glücklich.

Redaktion: Was hat sich in den letzten 25 Jahren in der Arbeit des Täter-Opfer-Ausgleichs verändert?
Michaela Franke: Ein großer Wandel war die Digitalisierung, besonders während der Corona-Zeit. Viele Angebote wurden digital durchgeführt, obwohl ich es mir herausgenommen habe, Gespräche persönlich zu führen. Auch die digitale Akte ist ein bedeutender Unterschied. Organisatorisch haben wir uns in der TOA-Landesgruppe Bayern vernetzt, wodurch auch politische Arbeit hinzugekommen ist; das war zu Beginn noch nicht der Fall.

Redaktion: Hat sich auch die Art der Delikte verändert, die ihr begleitet?
Michaela Franke: Grundsätzlich sind es ähnliche Delikte geblieben, vor allem Delikte mit sozialen Bindungen zwischen Täter*innen und Opfer – also in Schule, Ausbildung, Arbeitsplatz. Typische Beispiele sind gefährliche oder vorsätzliche Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung. Dort zeigt sich oft ein starkes Bedürfnis nach Klärung und Wiedergutmachung.
Spannend ist die Entwicklung bei sexuellen Übergriffen: Früher ausgeschlossen, werden heute auch sexuelle Übergriffe übertragen. Die Staatsanwaltschaft ist hier offener geworden.

Redaktion: Kannst du uns einen Fall schildern, der zeigt, wie der TOA beiden Seiten hilft?
Michaela Franke: Da gibt es einige! Einer ist mir besonders im Kopf geblieben: Eine Frau wurde in einem Zugabteil von exhibitionistischen Handlungen belästigt und erstattete Anzeige. Die Polizei machte sie auf den Täter-Opfer-Ausgleich aufmerksam. Nach eigener Recherche entschied sie sich, sich auf dieses Verfahren einzulassen, um den Täter mit seinen Handlungen zu konfrontieren. Der Beschuldigte fühlte sich bezüglich einer persönlichen Begegnung nicht gewachsen, wollte aber eine außergerichtliche Einigung suchen. Beide einigten sich dahingehend, dass er sich professionelle therapeutische Hilfe sucht. Die Anbindung wurde von mir regelmäßig über einen langen Zeitraum abgefragt und eingehalten.
Für die Geschädigte war es beruhigend zu sehen, dass der Beschuldigte Verantwortung übernimmt. Gleichzeitig bot ihm dieser Umgang mit seinem Fehlverhalten die Chance, an seiner Problematik zu arbeiten.

Redaktion: Was wünschst du dir für die Zukunft des TOA?
Michaela Franke: Ich wünsche mir, dass jemand meine Nachfolge mit derselben Leidenschaft übernimmt. Außerdem hoffe ich, dass noch mehr Städte auf uns aufmerksam werden und der TOA für Erwachsene stärker etabliert wird. Es gibt zwar einzelne Fälle, aber wir könnten deutlich mehr anbieten, wenn wir es offiziell bewerben würden.

Redaktion: Was bedeutet Wiedergutmachung für dich?
Michaela Franke: Für mich bedeutet Wiedergutmachung in erster Linie, dass die Geschädigten erkennen können, dass der/die Täter*in wirklich verstanden hat, welches Unrecht er begangen hat, und dass ihm/ihr das Ausmaß der Verletzung bewusst wird, dass er/sie verursacht hat. Wichtig ist, dass er/sie sich ernsthaft bemüht, das Geschehene wiedergutzumachen – in welcher Form auch immer – und dass seine Entschuldigung aufrichtig und ehrlich ist.
Zentrale Bedeutung hat dabei der Moment der Entschuldigung selbst: Wie schaut der/die Täter*in mich an? Wie ist die Körperhaltung, die Gesten? Gibt er/sie mir die Hand oder nicht? Solche Details sind entscheidend, damit die Geschädigten die Entschuldigung annehmen und innerlich abschließen können.
Besonders berührend ist es, wenn der/die Täter*in sich Gedanken macht, wie er/sie die Situation wiedergutmachen kann, und diese Schritte dann auch tatsächlich umsetzt. Das macht Wiedergutmachung für alle Beteiligten spürbar und lebendig.

 

Vor 25 Jahren wurde bei uns im Treffpunkt e.V. eine ganz besondere Abteilung gegründet: die Koordinierungsstelle für gerichtliche Arbeitsweisungen, kurz KogA. Ihr Auftrag: Jugendliche und Heranwachsende zwischen 14 und 21 Jahren dabei zu unterstützen, ihre gerichtlich angeordneten Weisungen und Auflagen zu erfüllen und sie bei der Ableistung gemeinnütziger Arbeit zu begleiten. Was andernorts das Jugendamt übernimmt, ist in Nürnberg bewusst ausgelagert worden. Seither ist die KogA die zentrale Anlaufstelle für Nürnberger Jugendliche.

Jährlich bearbeitet das Team um Leitung Justyna Bieganski rund 1.500 Zuweisungen: von Ordnungswidrigkeiten wie Schulversäumnis, Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung oder das Meldegesetz bis hin zu Straftaten wie Diebstahl, Körperverletzung, Betrug oder unerlaubtes Handeln mit Betäubungsmitteln. Dabei gilt stets das gleiche Ziel: Die Jugendlichen so zu begleiten, dass sie ihre Auflagen verlässlich erfüllen und gleichzeitig die Chance bekommen, neue Perspektiven zu entdecken.

Was die KogA dabei besonders macht, ist der Blick auf das Ganze: Es geht nicht nur um die Vermeidung weiterer Sanktionen, sondern auch um Perspektiven. „Wir nehmen uns für jeden Jugendlichen Zeit, hören zu und suchen eine Einsatzstelle, die passt“, erklärt Justyna Bieganski. „Denn hinter jedem Delikt steckt eine Geschichte und jeder junge Mensch verdient die Chance, Verantwortung zu übernehmen etwas Positives daraus mitzunehmen.“

 Von der Arbeitsauflage zur Chance

Die Arbeit der KogA ist viel mehr als reine Vermittlung. Das Team nimmt sich persönlich Zeit für jeden einzelnen Jugendlichen, prüft Einschränkungen, sucht passende Einsatzstellen und hält engen Kontakt zu Gerichten, Staatsanwaltschaften, Bewährungshilfe und Einsatzstellen. So leisten die Jugendlichen ihre Arbeitsstunden in gemeinnützigen Einrichtungen wie Altenheimen, Sportvereinen, Wertstoffhöfen, Jugendzentren oder Kindergärten ab; immer angepasst an potentielle Einschränkungen und ihre Lebenssituation. Viele Jugendliche erleben hier zum ersten Mal, wie es ist, gebraucht zu werden.

Nicht selten ergeben sich daraus besondere Erfolgsgeschichten. „Es kommt immer wieder vor, dass ein Jugendlicher durch die Arbeitsstunden entdeckt: Das ist genau mein Ding“, erzählt Justyna Bieganski. „Mitunter entwickelten sich aus den Auflagen bemerkenswerte Erfolgsgeschichten – beispielsweise der Einstieg in eine Ausbildung oder der Erhalt eines festen Arbeitsplatzes“. Solche Momente machen für das Team die Bedeutung ihrer Arbeit besonders spürbar.

Stetige Entwicklung

In 25 Jahren hat sich die KogA stetig weiterentwickelt. Von Beginn an digital aufgestellt, nutzte das Team zunächst eine technisch limitierte Datenbank. Bereits seit 2003 arbeitet das Team mit einem weiterentwickelten Datenbanksystem. Auch die Abläufe sind strukturierter geworden, etwa durch feste Termine, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurden und sich seitdem bewährt haben.

Ein besonderes Beispiel für Innovation und Weiterentwicklung ist unter anderem das Projekt „Tu was!“, welches sich an schulabstinente Jugendliche richtet. Statt die Jugendlichen zur Ableistung von Arbeitsstunden heranzuziehen, legt die KogA zunächst den Fokus darauf, ob eine schulische oder berufliche Re-Integration bereits erfolgt ist, etwa durch regelmäßigen Schulbesuch oder die Aufnahme einer Ausbildung. Liegt dies vor, so werden die Arbeitsstunden zunächst ausgesetzt und der Schul- oder Ausbildungsbesuch engmaschig überprüft. Sollte keine solche Anbindung bestehen, wird den Jugendlichen im Rahmen eines gezielten Einzelcoachings Unterstützung angeboten, um eine (Re-)Integration zu ermöglichen. Bei erfolgreicher Teilnahme an einer dieser Maßnahmen gilt die gerichtliche Auflage als erfüllt.“ „Wir gehen mit der Zeit und passen unsere Arbeit den Bedürfnissen der Jugendlichen an“, erklärt Justyna Bieganski. „Denn nicht jede Straftat oder jedes Problem lässt sich mit Arbeitsstunden allein lösen.“ Diese Haltung zeigt: Die KogA denkt nicht in starren Strukturen, sondern sucht nach Wegen, die wirklich helfen.

Auch herausfordernde Zeiten meistert das Team: Während der Covid-Pandemie entwickelte die KogA die Gesprächsweisung TEA (Themenbezogene Einzelarbeit), welches es dem Team ermöglichte, Jugendliche bei Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz, weiter zu begleiten und sicher zu stellen, dass die Auflage erfüllt werden konnte. Die Gesprächsweisung ist mittlerweile fester Bestandteil in der Arbeit der KogA und wird nun als eine Kurzzeitmaßnahme zu alltags- oder deliktspezifischen Themenmodulen bei Straftaten angewandt.

Geduld, Vertrauen und starke Ergebnisse

Die Arbeit ist nicht immer einfach. Manche Jugendliche kommen mehrfach zur KogA, weil sie sich bei einer Einsatzstelle nicht bewährt haben. Doch das Team setzt bewusst auf Geduld und weitere Chancen. Oftmals sind mehr Gespräche und der richtige Blickwinkel auf ihre aktuelle Lebenslage erforderlich. Aufgrund der steigenden Multiproblemlagen der Jugendlichen erweist sich die Vermittlung in gemeinnützige Arbeit als immer komplexere Aufgabe.

Trotz aller Schwierigkeiten kann die KogA auf beachtliche Ergebnisse verweisen: 80 Prozent der Jugendlichen erfüllten im Jahr 2024 ihre Auflagen erfolgreich. Auch die Zusammenarbeit mit den Gerichten und Einsatzstellen gilt als vorbildlich.

„Unsere größte Stärke ist, dass die Jugendlichen merken: Wir arbeiten nicht gegen sie, sondern mit ihnen“, so Justyna Bieganski. „Das schafft Vertrauen, denn ohne Vertrauen geht es in diesem Bereich nicht.“

 Blick in die Zukunft

Nach 25 Jahren gilt es nicht nur zurückzublicken, sondern auch in die Zukunft gerichtet. Denn klar ist: Die Herausforderungen bleiben groß. Immer mehr Jugendliche kämpfen mit familiären oder psychischen Problemen, und die Straftaten verlagern sich teilweise in den digitalen Raum.

Trotzdem ist die Perspektive positiv. Teamleiterin Justyna Bieganski hat dabei vor allem ein Anliegen: „Ich wünsche mir, dass wir uns weiterhin an neue Entwicklungen anpassen können und dabei unsere Haltung bewahren: jeden Jugendlichen individuell und ohne Vorurteile zu betrachten“.