Vater-Kind-Gruppe in der JVA – Ein Überblick
In der JVA in Nürnberg findet alle zwei Wochen für zwei Stunden eine Vater-Kind-Gruppe statt, und das schon seit vielen Jahren. Väter können sich in der Haft auf die Teilnahme an dieser Gruppe bewerben. Kinder zwischen circa 3 und 14 Jahren können daran teilnehmen.
Gerade in einer Umgebung wie der Justizvollzugsanstalt ist so eine Vater-Kind-Gruppe mehr als nur „Besuchszeit“ – sie schafft einen geschützten Raum, in dem Beziehung weiterleben kann.
Hier erleben Kinder ihren Vater nicht nur in der Rolle des Inhaftierten, sondern als echten Bezugsmenschen – beim Spielen, Reden oder einfach durch Nähe. Das kann enorm helfen, Unsicherheiten oder Ängste abzubauen.
Für die Kinder ist es wichtig, den Papa regelmäßig zu sehen, das schafft Sicherheit und stärkt die Beziehung. Ist der Papa länger weg, kann das zu einem Gefühl von Verlust und Entfremdung führen, und die Kinder können dadurch enorm emotional belastet sein. In der Gruppe haben sie die Möglichkeit positive gemeinsame Erlebnisse zu schaffen und Erinnerungen zu bewahren.
Und auch die Atmosphäre macht einen Unterschied: Eine kindgerechte Umgebung nimmt viel von der Härte, die Gefängnisse normalerweise ausstrahlen, und ermöglicht echte Begegnung statt distanzierter Besuchssituation. Denn normale Gefängnisbesuche sind oft kurz, formell und von Regeln geprägt. Vater-Kind-Gruppen schaffen dagegen Raum und Zeit für gemeinsames Spielen, Vorlesen, Basteln, Schmusen und Gesprächsmöglichkeiten in kindgerechter und entspannter Atmosphäre. Es gibt allen das Gefühl, dass Familie weiterhin existiert, auch wenn die Lebensumstände schwierig sind.
Hinweis: Das Bild wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.



