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Voraussetzungen für einen Täter-Opfer-Ausgleich

  • Grundvoraussetzung für einen Täter-Opfer-Ausgleich ist die Freiwilligkeit und Zustimmung beider Konfliktparteien.

  • Vorhandensein eines personifizierbaren Geschädigten. Ist die geschädigte Partei eine Institution, Firma etc., kann ein TOA nur dann erfolgen, wenn ein verhandlungs- und entscheidungsbefugter Ansprechpartner zur Verfügung steht.

  • Vorliegen eines klaren Sachverhalts bzw. Einräumen der schädigenden Handlung durch die Beschuldigte/den Beschuldigten in wesentlichen Punkten.

  • Er/sie muss Einsicht in das begangene Unrecht zeigen. Ein volles Geständnis ist nicht notwendig. Der Gebrauch des Aussageverweigerungsrechts bei der Beschuldigtenvernehmung der Polizei schließt einen TOA nicht aus.

  • Möglich sind auch Gruppendelikte.

  • Es gibt keine Eingrenzung der geeigneten Delikte. Grundsätzlich sind Straftaten unabhängig von der Deliktschwere und Vorbelastung des Täters (z.B. auch bei unter Bewährung stehenden) für einen Ausgleichsversuch geeignet. Da geprüft werden soll, ob es für das Opfer, unabhängig von der Geschichte des Täters, wichtig sein kann eine persönliche Begegnung zu ermöglichen.

  • Es muß sich um einen strafrechtlich relevanten Konflikt handeln. Damit ist gemeint, daß Fälle die folgenlos eingestellt werden würden, nicht im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs behandelt werden können.