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Übersicht

In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu:

  • Besuch in Untersuchungs- und Strafhaft

  • Briefe und Pakete

  • Geldüberweisungen und Telefonate

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Besuch eines Gefangenen in Strafhaft

Ein Gefangener darf mindestens eine Stunde Besuch im Monat erhalten (siehe auch BayStVollzG, Art. 27). Genau geregelt ist der Besuch in der jeweiligen Hausordnung der Haftanstalten.
In bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit zusätzlicher Sonderbesuche, die bei der Anstaltsleitung beantragt werden müssen. Zulässig sind bis zu drei Personen pro Besuch. Kinder unter 14 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen kommen. Die Besuche werden durch die JVA überwacht.
Genaue Informationen zu den Besuchszeiten der einzelnen bayerischen Justizvollzugsanstalten finden Sie auf www.justizvollzug-bayern.de unter Anstalten.


Besuch eines Gefangenen in Untersuchungshaft

Zusätzlich zu den allgemeinen Besuchsbestimmungen für die Strafhaft, muss der Angehörige eines Untersuchungshäftlings eine Besuchserlaubnis beim zuständigen Untersuchungsrichter beantragen.
Bei Verdacht auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetzes wird der Besuch nur mit Trennscheibe gestattet.
Genaue Informationen zu den Besuchszeiten der einzelnen bayerischen Justizvollzugsanstalten finden Sie auf www.justizvollzug-bayern.de unter Anstalten.

 

Post: Briefe und Pakete

Briefe:

In der Untersuchungshaft werden alle Briefe durch den Ermittlungsrichter kontrolliert, der auch entscheidet, ob die Post weitergeleitet werden darf. So dauert es in der Regel bis zu 2 Wochen, ehe die Briefe ankommen. Verteidigerpost darf nicht kontrolliert werden.

In der Strafhaft überprüft die Anstaltsleitung die Post. Briefmarken können Sie den Briefen in kleinen Mengen beilegen, es empfiehlt sich dies im Brief zu vermerken (Art. 31 - 34 BayStVollzG).

 

Pakete (Art. 36 BayStVollzG):
Der Empfang von Paketen ist in Bayern nur noch nach vorheriger Genehmigung durch die Anstaltsleitung der JVA möglich.
Vor der Aushändigung eines Paketes wird dieses auf unerlaubte Gegenstände überprüft. Nahrungs- und Genussmittel sind dabei grundsätzlich ausgeschlossen.
Auch das Versenden von Paketen durch den Gefangenen muss vorher genehmigt werden.

 

Geldüberweisungen

Im Gefängnis gibt es die Möglichkeit Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen.
Diese werden vom Hausgeld bezahlt (BayStVollzG, Art. 50). Zu Weihnachten, Ostern und einem vom Gefangenen frei bestimmbaren dritten Zeitpunkt kann zum Zweck eines Sondereinkaufs (BayStVollzG, Art. 25) Sondergeld an den Gefangen überwiesen werden (BayStVollzG, Art. 53).

Bei allen Überweisungen muß der Name und das Geburtsdatum des Empfängers,die JVA, sowie eine bestimmte Zweckbindung angegeben werden.
Genaueres ist über die Zahlstelle der Anstalt zu erfahren.

 

Telefonate

Ein Untersuchungsgefangener darf nur mit einer Genehmigung des zuständigen Untersuchungsrichters telefonieren.
Auch in der Strafhaft werden Telefonate meist nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt (BayStVollzG, Art. 35).